Der Kasten „Annie“
Der Kasten „Annie“ ist ein Unikat, das als Geschenk für eine Freundin entstand. Von Anfang an sollte ein persönliches, elegantes und langlebiges Objekt entstehen, mit genügend Charakter für den Anlass, ohne in eine übertriebene Demonstration zu geraten.
Die Wahl der Hölzer und die Gestaltung wurden in diesem Gleichgewicht entwickelt: eine zurückhaltende Form mit starken Kontrasten.
Ein Dialog zwischen zwei Hölzern
Der Kasten verbindet Mooreiche und Padouk.
Die Mooreiche bringt dunkle Tiefe und eine beinahe mineralische Präsenz. Padouk fügt eine lebendige, warme und sofort erkennbare Farbe hinzu. Zusammen entsteht ein deutlicher Kontrast, der dennoch ausgewogen genug bleibt, damit die geometrische Gestaltung im Mittelpunkt steht.
Dieser Dialog der beiden Holzarten bildet das Herz des Stücks. Es geht nicht nur darum, einen dunklen und einen helleren Ton gegenüberzustellen, sondern eine Komposition zu schaffen, in der jedes Element das andere hervorhebt.
Eine präzise geometrische Gestaltung
Das Dekor beruht auf einer bewusst klaren und ausgewogenen Geometrie.
Linien, Winkel und Kontraste wurden so ausgearbeitet, dass der Kasten eine zeitgemäße Identität erhält und zugleich der natürliche Charakter der Hölzer erhalten bleibt. Die Geometrie strukturiert das Stück, ohne es zu beschweren, und lässt sowohl Mooreiche als auch Padouk vollständig zur Geltung kommen.
Das Ergebnis liegt zwischen Gebrauchsobjekt und dekorativem Stück: ein Kasten zur Aufbewahrung persönlicher Dinge, aber als eigenständige Arbeit entworfen.
Ein Stück als persönliche Würdigung
Der Kasten „Annie“ wurde nicht für eine Serienfertigung entworfen.
Er gehört zu den Arbeiten, die aus einem bestimmten Anlass für einen bestimmten Menschen entstehen und deren Bedeutung ebenso in der Absicht wie im Gegenstand selbst liegt.
Deshalb gehört er heute zu den Ehrenstücken der Werkstatt: nicht als Modell zur Wiederholung, sondern als Spur eines Projekts, einer Materialwahl und einer Geste für einen Menschen.